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Inge von Holtzendorff - Sturm der Liebe

Sturm der Liebe

Sturm der Liebe bricht in mein Herz,
Rauschend fahren auf die Wipfel meiner Bäume;
Schlaf auf den Zweigen lagerte schweigend und schwer,
Aber im Sturme schütteln sich brausende Wipfel.


Und es tropfen, langsam rinnend und groß,
Dunkle Tränen aus den erschütterten Zweigen.


Dann aber schweigt der Sturm und die Bäume schweigen,
Wieder liegt Schlaf auf den Wipfeln dunkel und schwer.



aus: Unser Pommernland, [verm. 6 Jg. 1921 Heft 3 S. 55]


Bitte beachten Sie, daß die Werke von Inge von Holtzendorff dem Urheberrecht unterliegen – alle Rechte daran liegen bei den Erben.
© 2007/2011 ngiyaw eBooks für diese Veröffentlichung.



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Sophie Jacot des Combes - Zeit

Zeit.

Zeit fliesst wie ein Strom,
in den wir greifen;
wir spüren ihn fliehn
und halten ihn nicht.


Schneller und schneller
hastet er dahin,
zieht uns tief
zu sich hinab.


Schon netzt er kühl
unsere Stirnen. Gebeugt
harren wir einer Welle,
die uns umfasst.




Aus: Sophie Jacot des Combes,Gedichte und Variationen, Art. Institut Orell Füssli, Zürich, 1922




Margarete Beutler - Und doch

Und doch . . .
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Marie Eugenie Delle Grazie - Abschied

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Vollmondnacht!


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Wund mein Herz ....


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Geisterhaft – Neapel’s Bild!
Meine Seel’ fühl’ ich verbluten
Und mein Herz pocht heiß und wild –
Sieh’, da winkt’s!


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Ach! und jedes Augenblick’s,
Da ich fern’ werd’ dein gedenken,
Du Vineta meines Glück’s –
Meines Glück’s!


aus: Marie Eugenie Delle Grazie, Italische Vignetten, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892, S. 87